Sehr geehrte Damen und Herren,
am Freitag den 21.08.20 brachte ich für meine Schwiegermutter einen defekten Spiegel zur Reklamation in Ihre Koblenzer Filiale. Die Retoure war bereits per Mail abgewickelt worden und es ging lediglich um den physischen Vollzug des Ganzen. Da meine Schwiegermutter Mitte 70 und herzkrank ist, bin ich also vom Hunsrück in den Taunus gefahren, um den Spiegel abzuholen und von dort dann nach Koblenz zu bringen. Alleine dieser Aufwand ist eigentlich unzumutbar, bedenkt man, dass meine Schwiegermutter für die Lieferung 60 Euro bezahlt hatte, bei der besagter Spiegel dann beschädigt wurde. Da sollte man eigentlich erwarten, dass die Ware auch abgeholt wird. Der Gipfel der Kundenunfreundlichkeit besteht allerdings darin, dass die per Mail in Aussicht gestellten Fahrtkosten in Höhe von 30 Euro vor Ort dann nicht einmal bar sondern in Form eines Gutscheins ausgezahlt wurden. Die Begründung war, dass meine Schwiegermutter nicht persönlich nach Koblenz kam, was aus den oben genannten Gründen und den allseits bekannten Corona-Einschränkungen für alte und kranke Menschen nun mal nicht möglich war. Selbst meine Hinweise darauf und die Befragung anderer Mitarbeiterinnen und Vorgesetzter via Telefon änderte nichts an dieser Handhabe. Im Gegenteil, der Ton wurde immer unfreundlicher und barscher. Hier wurden Kundenrechte mit Füßen getreten und die viel propagierte Kundenfreundlichkeit Ihres Unternehmens zur Farce. Mein Wunsch nach Nennung der vollständigen Namen der Vorgesetzten wurde mit dem Hinweis auf Datenschutz nicht nachgekommen. Ist das also der wahre Grund dafür, dass bis auf die Protagonistin alle Mitarbeiter*innen nur Namensschilder mit ihren Vornamen trugen? Handelte es sich bei meiner Hauptansprechpartnerin vielleicht um eine Auszubildende? Falls ja, frage ich mich, warum sie trotz einer offensichtlichen Überforderung allein am Service eingesetzt wird. Die Abwicklung dieser sehr einfachen Reklamation dauerte insgesamt fast eine halbe Stunde. Ich bin seit 25 Jahren Berufsschullehrer und seit 20 Jahren im Prüfungsausschuss für den Einzelhandel und natürlich bin ich auch Kunde. Das war mit Abstand die schlechteste Leistung, die ich je erleben musste. Ich erwarte, dass Sie Ihre unlautere Geschäftspolitik im Hinblick auf die Auszahlung von Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit einer Reklamation anfallen, gesetzeskonform anpassen und die betroffenen Mitarbeiterinnen auf Ihr Fehlverhalten hinweisen und ggf. nochmals schulen. Ferner erwarte ich eine Entschuldigung und die Barauszahlung des mir ausgehändigten Gutscheins. Sollte dies nicht erfolgen, behalte ich mir weitere Schritte vor.
MfG
Endgültige Einschätzung von Alexander
04-10-2020 um 17:40
Problem nicht gelöst
1 / 10
KundendienstbewertungNein
Würden Sie es empfehlen?Ganz schlecht.
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