Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist ***** Yu, ich komme aus China und wurde am 28.05.1995 geboren. Ich lebe seit sechs Jahren in Deutschland, wo ich studiert und gearbeitet habe. Ich entschuldige mich für die lange Nachricht, aber ich befinde mich in einer äußerst schwierigen Situation und hoffe, dass ich hierdurch hilfreiche Unterstützung erhalten kann.
1. Ich erfülle alle Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis und habe im September telefonisch bei der Ausländerbehörde Essen einen Termin zur Antragstellung vereinbart. Im Oktober erschien ich persönlich bei der Ausländerbehörde, wurde jedoch darauf hingewiesen, dass diese Angelegenheit nun vom Welcome Center (WSC) bearbeitet werde und ich dort einen Termin vereinbaren müsse. Das Problem ist jedoch, dass das WSC nie auf meine E-Mails antwortet. Auch Telefonanrufe sind sinnlos – selbst wenn man täglich 100 Minuten lang versucht anzurufen, nimmt niemand den Hörer ab. Diese Situation ist kein Einzelfall, wie zahlreiche Google-Bewertungen des WSC bestätigen. Nahezu jeder hat genau dieselbe Erfahrung gemacht.
2. Ich habe mich bereits mehrfach über diese Situation beschwert. Daraufhin wurde meine E-Mail an eine zuständige Mitarbeiterin des WSC weitergeleitet. Diese Dame antwortet mir zwar per E-Mail, jedoch immer nur mit der Nachricht, dass ich weiterhin warten solle. Ich warte nun bereits seit Oktober 2024, mittlerweile ist es März 2025. Mein aktueller Aufenthaltstitel läuft im September 2025 ab. Zudem plane ich im Oktober zusammen mit meiner Frau nach China zu reisen, um unsere Hochzeit zu feiern. Aufgrund der unklaren Aufenthaltssituation können wir jedoch keine Hotels oder Flugtickets buchen. Das WSC ignoriert meine E-Mails vollständig!
3. Laut offiziellen Angaben gibt es in Essen insgesamt rund 300 Mitarbeiter in der Ausländerbehörde und im WSC. Selbst wenn man Urlaubstage und Krankheitsausfälle berücksichtigt, arbeiten täglich mindestens 250 Personen. In Essen leben ca. 100.000 ausländische Bürger. Selbst wenn alle diese Personen gleichzeitig einen Antrag stellen würden, und ein Mitarbeiter nur eine einzige Akte pro Stunde bearbeitet (was bereits eine sehr langsame Arbeitsweise wäre), wäre nach 50 Arbeitstagen alles erledigt. Warum müssen wir stattdessen ein oder zwei Jahre warten?
4. Ich lebe seit sechs Jahren in Deutschland, habe stets fleißig gelernt und gearbeitet. Ich erfülle meine steuerlichen Pflichten genau wie deutsche Staatsbürger. Doch die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Essener Ausländerbehörde ist wirklich untragbar. Falls es an Personalmangel liegt, könnte der Oberbürgermeister nicht mehr Personal für die zuständigen Behörden bereitstellen? Falls genügend Personal vorhanden ist, wäre es nicht sinnvoll, die Bürokratie zu reduzieren, um den Prozess effizienter zu gestalten? Falls weder Personalmangel noch Bürokratie das Problem ist, liegt es dann an Managementfehlern in der Behördenleitung? Die Essener Ausländerbehörde gilt als die langsamste in ganz Deutschland, mit den längsten Wartezeiten. Warum wird dieses Problem nicht untersucht? Wofür wurde das WSC gegründet, wenn es ein Amt ist, das niemand erreichen kann?
5. Ich habe bereits alles in meiner Macht Stehende versucht, um dieses Problem zu lösen – jedoch ohne Erfolg. Die Leiterin des WSC hat mir dreimal persönlich auf meine E-Mails geantwortet, aber ihre einzige Antwort war immer: „Bitte warten Sie weiter.“ Auf E-Mails an die offizielle WSC-Adresse habe ich nie eine Antwort erhalten. Und das Schlimmste ist: Diese Erfahrung ist kein Einzelfall. Fragen Sie beliebige ausländische Bürger in Essen – jeder fühlt sich machtlos angesichts dieser Situation.
6. Um meinen Antrag einzureichen, muss ich eine Gehaltsabrechnung der letzten sechs Monate und eine Arbeitsbescheinigung, die nicht älter als zwei Wochen ist, vorlegen. Doch die Wartezeiten in Essen betragen zwischen sechs Monaten und mehreren Jahren. Wenn der Antrag nach so langer Zeit endlich bearbeitet wird, sind die eingereichten Dokumente längst ungültig, und ich werde gezwungen, neue Unterlagen einzureichen – nur um dann wieder in eine neue Warteschleife zu geraten. Finden Sie diesen Prozess nicht auch absurd?
Ich entschuldige mich erneut für die lange Nachricht, aber ich weiß wirklich nicht mehr, was ich tun soll. Ich wäre Ihnen außerordentlich dankbar, wenn Sie mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen könnten.
Mit freundlichen Grüßen
***** Yu
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